Nach der Hochzeitsplanung direkt das nächste Projekt? So werden die Flitterwochen wirklich entspannt
Monatelang dreht sich fast alles um einen einzigen Tag.
Location finden, Dienstleister vergleichen, Gästeliste erstellen, Einladungen verschicken, Dekoration auswählen, Sitzordnung planen und unzählige kleine Entscheidungen treffen.
Dann ist die Hochzeit vorbei.
Und unmittelbar danach wartet für viele Paare bereits das nächste Organisationsprojekt:
die Flitterwochen.
Dabei soll gerade die Hochzeitsreise eine Zeit sein, in der keine langen To-do-Listen mehr notwendig sind.
Wie lässt sich also vermeiden, dass aus der Planung der Flitterwochen ein zweiter Hochzeitsplanungsmarathon wird?
Die erste Entscheidung: Was bedeuten Flitterwochen für uns?
Nicht jedes Paar stellt sich unter einer Hochzeitsreise dasselbe vor.
Während eine Person vielleicht von zwei Wochen am Strand träumt, möchte die andere möglichst viel erleben.
Deshalb sollte die Reiseplanung nicht mit der Suche nach konkreten Hotels beginnen.
Sprechen Sie zunächst darüber, welche Art von Reise Sie sich wünschen.
Mögliche Vorstellungen sind:
- Strand und Erholung,
- Abenteuer und Natur,
- Kultur und Sightseeing,
- Wellness,
- luxuriöse Auszeit,
- Rundreise,
- Roadtrip,
- Kreuzfahrt oder
- eine Kombination verschiedener Reisearten.
Dabei gibt es keine richtige oder falsche Form von Flitterwochen.
Die Reise muss vor allem zu Ihnen beiden passen.
Jeder nennt drei persönliche Wünsche
Eine einfache Methode kann die Entscheidung deutlich erleichtern.
Jeder Partner schreibt unabhängig voneinander drei Dinge auf, die ihm bei der Reise besonders wichtig sind.
Beispielsweise:
Person A
- warmes Klima
- Strand
- möglichst wenig Organisation vor Ort
Person B
- gutes Essen
- interessante Ausflüge
- keine extrem lange Anreise
Aus diesen sechs Punkten lassen sich anschließend gemeinsame Kriterien entwickeln.
So geht es nicht mehr darum, welches Land theoretisch am schönsten ist, sondern welches Reiseziel möglichst viele gemeinsame Wünsche erfüllt.
Wann sollten die Flitterwochen stattfinden?
Die klassische Vorstellung lautet:
Hochzeit feiern, am nächsten Morgen zum Flughafen fahren und direkt in die Flitterwochen starten.
Das kann wunderbar funktionieren.
Es muss aber nicht die beste Lösung für jedes Paar sein.
Nach einer großen Hochzeit sind viele frisch Vermählte erschöpft. Vielleicht müssen noch Geschenke transportiert, Mietgegenstände zurückgegeben oder organisatorische Dinge erledigt werden.
Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Direkt nach der Hochzeit
Ideal für Paare, die alles vorher organisiert haben und die besondere Stimmung unmittelbar mitnehmen möchten.
Erst Mini-Moon, später große Reise
Immer beliebter ist auch eine Kombination.
Direkt nach der Hochzeit verbringen Sie einige Tage gemeinsam in einem nahegelegenen Hotel oder einer europäischen Stadt.
Die große Hochzeitsreise folgt später.
So entsteht unmittelbar nach der Feier eine gemeinsame Auszeit, ohne dass gleichzeitig eine aufwendige Fernreise beginnen muss.
Das Budget getrennt von der Hochzeit betrachten
Während der Hochzeitsplanung können Budgets schnell wachsen.
Hier noch die besondere Dekoration.
Dort ein Upgrade beim Fotografen.
Dann zusätzliche Gäste oder ein anderes Menü.
Wenn die Flitterwochen erst ganz am Ende kalkuliert werden, bleibt möglicherweise weniger Budget übrig als ursprünglich gedacht.
Deshalb empfiehlt es sich, bereits früh einen separaten Betrag für die Hochzeitsreise festzulegen.
Berücksichtigen Sie dabei nicht nur Flug und Hotel.
Zum Reisebudget gehören auch:
- Transfers,
- Verpflegung,
- Ausflüge,
- Mietwagen,
- Versicherungen,
- Gepäck,
- Einreisegebühren und
- persönliche Extras.
Weniger Hotels können mehr Erholung bedeuten
Gerade bei besonderen Reisen entsteht schnell der Wunsch, möglichst viel zu erleben.
Drei Länder.
Fünf Hotels.
Acht Ausflüge.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten.
Auf dem Papier wirkt die Reise spektakulär.
In der Realität bedeutet jeder zusätzliche Ortswechsel jedoch auch:
Koffer packen, auschecken, transportieren, warten, einchecken und erneut ankommen.
Nach mehreren Monaten Hochzeitsorganisation kann deshalb weniger tatsächlich mehr sein.
Wer eine Rundreise plant, sollte bewusst längere Aufenthalte an einzelnen Orten einplanen.
Nicht jede Flitterwochen-Idee muss von Instagram stammen
Soziale Netzwerke liefern jede Menge Inspiration.
Overwater-Villa auf den Malediven.
Frühstück im Pool auf Bali.
Safari in Afrika.
Roadtrip durch Kalifornien.
Polarlichter in Island.
All diese Reisen können traumhaft sein.
Sie müssen aber nicht zu jedem Paar passen.
Eine Hochzeitsreise wird nicht dadurch besonders, dass sie auf Fotos spektakulär aussieht.
Entscheidend ist, dass Sie sich während der Reise wohlfühlen.
Wenn Sie beide lieber durch italienische Kleinstädte fahren als zwölf Stunden zu einer tropischen Insel zu fliegen, kann genau das Ihre perfekte Hochzeitsreise sein.
Wie viel Planung wollen wir nach der Hochzeit überhaupt noch übernehmen?
Diese Frage wird häufig übersehen.
Nach der Organisation einer Hochzeit haben manche Paare schlicht keine Lust mehr, weitere hundert Entscheidungen zu treffen.
Das ist vollkommen nachvollziehbar.
In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten.
Sie reduzieren die Komplexität der Reise.
Oder Sie geben einen Teil der Organisation ab.
Paare können beispielsweise ihren Urlaub planen lassen und dem Reiseplaner bereits vorab Zeitraum, Budget, Wünsche und bevorzugten Reisestil mitteilen.
Anstatt selbst zahlreiche Flugverbindungen, Hotels und Aktivitäten zu durchsuchen, erhalten sie dadurch eine auf ihre Anforderungen abgestimmte Planung.
Gerade nach der umfangreichen Organisation einer Hochzeit kann dies erheblich entlasten.
Ihre wichtigsten Wünsche
Beispielsweise:
- Direktflug,
- kleines Boutiquehotel,
- Adults-only,
- Meerblick,
- privater Pool,
- besondere Restaurants,
- bestimmte Aktivitäten.
Ein besonderes Erlebnis statt zehn Programmpunkte
Flitterwochen brauchen nicht jeden Tag ein Highlight.
Oft bleibt ein einziges besonderes Erlebnis stärker in Erinnerung als ein komplett gefülltes Programm.
Das könnte beispielsweise sein:
- ein privates Abendessen,
- ein Bootsausflug,
- ein gemeinsamer Kochkurs,
- ein Helikopterflug,
- ein Fotoshooting,
- eine besondere Wanderung,
- ein Wellness-Tag oder
- ein Ausflug an einen Ort, den Sie schon lange besuchen wollten.
Planen Sie solche Höhepunkte bewusst und lassen Sie rundherum ausreichend freie Zeit.
Eine einfache Flitterwochen-Checkliste
Bevor Sie buchen, beantworten Sie gemeinsam diese Fragen:
- Wie hoch ist unser Gesamtbudget?
- Wann möchten wir reisen?
- Wie lange soll die Reise dauern?
- Wollen wir hauptsächlich entspannen oder etwas erleben?
- Welche drei Dinge sind jedem von uns besonders wichtig?
- Welche Reiseziele kommen aufgrund der Jahreszeit infrage?
- Wie lang darf die Anreise maximal dauern?
- Wie viele Hotelwechsel möchten wir?
- Welche besonderen Erlebnisse wünschen wir uns?
- Möchten wir alles selbst organisieren oder einen Teil der Planung abgeben?
Wenn diese Fragen beantwortet sind, ist ein großer Teil der Entscheidung bereits getroffen.
Fazit: Die Flitterwochen müssen kein zweites Hochzeitsprojekt werden
Wer seine Hochzeit selbst plant, hat spätestens nach der Feier zahlreiche Stunden mit Organisation und Entscheidungen verbracht.
Die anschließenden Flitterwochen sollten deshalb nicht zwangsläufig zum nächsten großen Projekt werden.
Besprechen Sie gemeinsam, was Sie wirklich von der Reise erwarten. Legen Sie frühzeitig ein realistisches Budget fest und entscheiden Sie, wie viel Organisation Sie selbst übernehmen möchten.
Ob Sie anschließend alles eigenständig buchen oder professionelle Unterstützung nutzen, ist zweitrangig.
Entscheidend ist, dass die Reise zu Ihnen passt.
Denn nach all den Entscheidungen rund um die Hochzeit dürfen die Flitterwochen vor allem eines sein:
gemeinsame Zeit.
Nach der Hochzeitsplanung direkt das nächste Projekt? So werden die Flitterwochen wirklich entspannt
Ein stilvoller Hochzeitsanzug unterstreicht die Persönlichkeit des Bräutigams und sollte perfekt z
Flitterwochen stressfrei planen: So beginnt die gemeinsame Reise ohne neuen Organisationsmarathon
Ein stilvoller Hochzeitsanzug unterstreicht die Persönlichkeit des Bräutigams und sollte perfekt z
Warum ein gemeinsames Motto den Junggesellenabschied besser macht als immer neue Programmpunkte
Ein stilvoller Hochzeitsanzug unterstreicht die Persönlichkeit des Bräutigams und sollte perfekt z
Schreibe einen Kommentar